In verfahrenstechnischen Prozessen stehen oftmals nur Sensoren für physikalische Messgrößen wie Temperatur, Druck, Durchfluss und Füllstand zur Verfügung. Für die Prozessführung interessant sind jedoch auch Prozessgrößen und Qualitätsparameter, für die keine kontinuierlich arbeitenden Messeinrichtungen zur Verfügung stehen. Der Einsatz diskontinuierlich arbeitender Online-Analysatoren oder die Durchführung von Laboranalysen sind teure Alternativen, welche die Messergebnisse zudem mit Verzögerung bereitstellen.
Berechnen was nicht gemessen werden kann ist der Kerngedanke eines Softsensors. Aus einigen wenigen bis zu mehreren hundert "einfacher" Messgrössen berechnen wir mit modellgestützen Methoden virtuelle Prozesswerte in Echtzeit, die Ihnen wertvolle Zusatzinformationen bei der Prozessführung liefern.
Softsensoren haben sich seit vielen Jahren im praktischen Einsatz in zahlreichen Industrien bewährt, zum Beispiel bei
- Vorhersagen der Produktqualität
- Erkennen unrentabler und gefährlicher Prozesszustände
- Prozessregelung und -automatisierung
- Leckerkennung bei Pipelines und Kühlwassersystemen
Die Genauigkeit der Softsensoren konnte in den letzten Jahren soweit gesteigert werden, dass bis zu 80% der Sensoren für die Prozessregelung (im geschlossenen Regelkreis) eingesetzt werden.