Bei der Produktion von Portlandzement werden Kalkstein, Ton, Sand und Eisenerz bei Temperaturen um 1450°C gebrannt und anschliessend gemahlen. In diesem energieintensivem Prozess wird Calciumcarbonat zu Calciumoxid und CO2 zersetzt, was zu einem Ausstoss von 700 kg CO2 pro Tonne Klinker führt. Studien gehen davon aus, dass 5% des globalen CO2-Ausstosses durch die Zementproduktion verursacht werden.
Es ist daher - vor allem auch unter Klimaschutzgesichtspunkten - notwendig, den Klinker als festigkeitsbestimmende Zementkomponente durch andere Materialien wie Flugasche oder Schlacken zu substitutieren, welche eine viel kleinere CO2-Belastung aufweisen.
Da die Planung- und der Bau von neuen Produktionsanlagen ein langwieriger und kostspieliger Prozess ist, werden bei Holcim erhebliche Anstregungen unternommen, um im Rahmen der vorhandenen
- Materialmengen
- Klinkerkapazitäten
- Mahlkapazitäten
- Blendingkapazitäten,
sowie der
ein ausgewogenes Produktspektrum zu entwickeln. Um diesen komplexen Planungsprozess zu unterstützen und zu vereinheitlichen, wurde in enger Zusammenarbeit mit Holcim Commercial Services die Software Grinding Expert durch dynamic systems AG entwickelt. Die Software basiert auf einem Mahl- und Kostenmodell, welches
- die Materialeigenschaften und Kostenstrukturen,
- die Zusammensetzung und den Blaine aller Zementprodukte sowie die
- Kapazitäten der Mühlen und Blender
abbildet. Die Genauigkeit der Kapazitätsprognosen wird durch Kalibration mit den vorhandenen Produktionsdaten gewährleistet.

Zwei-Stufen-Prozess mit Vormahlung und Blending